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Wolfgang Berus

WOLFGANG BERUS

Wolfgang Berus wurde in Witzenhausen bei Kassel geboren, Diplom an der Hochschule für Künste in Bremen. Seit 1985 lebt und arbeitet der Künstler in Cadaqués (Spanien). Seit dieser Zeit entwickelt und arbeitet Berus mit seiner eigenen Technik: der Gewinnung von natürlichen Erdmaterialien und deren Umwandlung in ein künstlerisches Ausdrucksmittel. Bei Berus Reliefarbeiten entdeckt der Betrachter bizarre Furchen und Risse, wie man sie typisch im sonnengebrannten Boden des Mittelmeerraumes findet. Bei warmen Erdtönen, gebrochen durch kontrastreichen, hellen Untergrund von dunklen Farbadern durchzogen, hat man das Gefühl, den Atem der geborstenen Erde zu spüren. In Berus Œuvre spiegelt sich seine Verbundenheit und die intensive Auseinandersetzung mit der Natur wieder, geprägt durch seine sehr persönliche Handschrift.

Mit unendlicher Mühe gewinnt Wolfgang Berus Farben aus Naturmaterialien, z.B. aus Gesteinen. Der umfangreiche Prozess der Gewinnung der Farben beginnt mit der Suche nach geeigneten Farbadern, fortgesetzt durch Zerkleinern und Pulverisieren der Steine bis zur Herstellung pinselfertiger Farbpasten. Berus findet alle Farbtöne in der Natur: blau, rot, gelb in den Gesteins- und Erdschichten rund um Cap de Creus. Blau z.B. gewinnt der Künstler aus Schiefer, indem er in mühevoller Kleinarbeit den Schiefer und andere Gesteine mit dem Hammer bis zur Pulverform zerschlägt. Das Pulver wird mit Wasser zu einer Paste verarbeitet, auf Leinwände, alte Säcke oder Holz aufgetragen. Damit die Naturfarben halten, wird ein Fertigungsmittel aus Kautschuk hinzugefügt.

Die Empire Art Galerie präsentierte das erste Mal den Künstler Berus in Palma de Mallorca und nun anlässlich der Eröffnung der neuen Galerie in Cas Concos.
Aus aktuellem Anlass möchte die Empire Art Galerie der Natur und unserer Umwelt, die momentan mit Füßen getreten wird, gedenken.

Die Bilder der heutigen Ausstellung aus der Serie ARTESTORIA zeigen ein neues Spektrum. Berus zeigt uns eine imaginäre Vergangenheit, mit Textstrukturen verschlüsselte Botschaften und Mosaikreliefs, wiederum mit Erdmaterialien kreiert. Er geht einen Schritt weiter, indem er die Welt der Fantasie mit der Natur zu einer Einheit verbindet.

Wolfgang Berus stellt in vielen europäischen Städten aus, aber auch z.B. in Taiwan und Japan, wo das Publikum begeistert die Arbeiten des Künstlers aufnimmt.

So sagt z.B. Teruku Himaratsu, Direktorin des Kunstmuseums U-Forum Tokyo in ihrer Laudatio anlässlich der Ausstellung des Künstlers 2003:
„Die seit Ewigkeiten unermüdliche Suche nach dem Licht in der Dunkelheit und der Dunkelheit im Licht wird in Wolfgang Berus Bildern eingefangen. Licht und Dunkelheit als Ausdruck für eine Bewegung zwischen zwei konträren Kräften, die das Leben jedes Individuums bestimmen – eine Bewegung, die manchmal bewusst gelenkt und nach gewissen Gesetzen zu erfolgen scheint, manchmal dagegen unbekannten Strömungen gehorcht, ineinanderfließt, auseinanderstrebt und plötzlich aus einem für uns unfassbaren Bewegungsstrudel mit neuer Kraft erwächst“.

Richard Planers, Kunstkritiker und Direktor der Zeitschrift BONART schreibt:
„In seinen Reliefarbeiten spiegelt sich eine intensive Auseinandersetzung mit der Materie wider. Berus empfindet die schöpferischen Mechanismen der Natur nach, jedoch dem eigenen Kriterium folgend“.

Über Berus Oeuvre schreibt in Spanien Pilar Giró in ihrem Künstlerportrait in der Kunstzeitung BONART 2006:
‘Mit dem Namen Berus verbindet sich seine Arbeitsmethode. Er entnimmt der Natur direkt die Elemente, die er dann in Kunst verwandelt. Berus benutzt die Natur als eine nährende Quelle und er sieht die Kunst als ein notwendiges Nahrungsmittel des Geistes, so dass die Symbiose beider vollkommen erscheint. Das Arbeiten mit der Erde und diversen Elementen der Natur entstammt, wie man sowohl in den Bildern als auch in den Installationen erkennen kann, einem Geist, der sich der Zerbrechlichkeit eines jeden Ecosystems bewusst ist. Beim Berühren von etwas so Primärem wie die Erde werden uralte Gefühle geweckt.’

Der Kunsthistoriker und ehemalige Direktor des Museu National d’Art de Catalunya (MNAC) schreibt in seinem Artikel über Berus in der Tageszeitung AVUI, 2003:
Unvorstellbar der Farbreichtum, den jeder Stein in sich verbirgt: Ockertöne, Rostfarben, Grau-, Grün und Blautöne. Viele Künstler haben natürliche Pigmente benutzt, besonders in Japan, zum Beispiel, hat man sie in marinen und pflanzlichen Extrakten genutzt. Berus hat die gröbsten Materialien gewählt, die der steilen Felsen des Cabo Creus, daraus ist ein immenser gestalterischer Reichtum entstanden. Er hat die Natur wieder aufgewertet. Die Kunst ist mehr als Malerei: Sie ist auch die Beziehung zur Natur und Pädagogik, um Liebe zu dem natürlichen Kontext zu zeigen, in dem wir leben.

Einzelausstellungen:
Cadaqués (E) – Mayen (D) – Rom (I) – Berlin (D) – München (D) – Mainz (D) – Schermbeck (D) – Nagoya (Japan) – Palma de Mallorca (E) – Girona (E) – Taipeh (Taiwan) Kobuchizawacho (Japan)

Installationen:
Cadaqués (E) – Rom (I) – Berlin (D) – Fürth (D) – Nagoya (Japan)  – Girona (E) – Andernach (D) – Figueres (E)

Gruppenausstellungen:
Cadaqués (E) – Barcelona (E) – Bonn (D) – Münster (D) – München (D) -. Bremen (D) – Gütersloh (D) – Nagoya (Japan) – Mayen (D) – Ostuni (I) – Bari (I) – Amsterdam (NL) – Taipeh (Taiwan) – Luxembourg (L) – Tokyo (Japan) Osaka (Japan) – Nishinomiya (Japan) – Girona (E) – Palma de Mallorca (E)

Museen:
Museu de l`Empordá, Figueres (E) – Museo d`Art, Cadaqués (E) – Stadtmuseum Münster (D) – Eifelmuseum Genovevaburg Mayen (D) – Museum Burg Wissem Troisdorf / Bonn (D) – Museum U-Forum, Tokyo (Japan) – Museo L’Amistat, Cadaqués (E) – Ru?ne van Brederode, Santpoort, Amsterdam (NL)

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